Verschieben Sie Ihre Träume nicht

Verschieben Sie Ihre Träume nicht

Träume wagenWir alle tragen Träume in uns. Oft halten wir sie für unerreichbar, für verrückt, für Träume eben. Oder wir glauben, es uns zeitlich oder finanziell nicht leisten zu können. Und so ist nie der richtige Zeitpunkt, sie in die Tat umzusetzen. Warum aber schaffen es manche Menschen trotz aller Widerstände, ihren Träumen zu folgen?

 

Einmal im Leben

Wenn Sie Ihre Träume zulassen, sie aufschreiben und anderen davon erzählen, erhöht sich die Chance deutlich, dass sie wahr werden. Doch achten Sie auf die Formulierung: Sagen Sie: „Ich könnte, ich würde, ich hätte“? Dann bleibt es beim Wunsch. Beim Tagtraum. Ersetzen Sie sie doch bitte durch: „Ich werde, ich mache, ich gehe“… Allein dadurch bekommt Ihr Traum eine andere Bedeutung. Sie nehmen ihn ernst.

 

Wovon träumen Sie?

Jetzt kommt es darauf an, genauer zu beschreiben, was Sie wollen. Eine große Reise oder eine Reise ans Nordkap, um die Mittsommernacht zu erleben? Raum schaffen für Ihre handwerklichen Arbeiten oder die Scheune dafür umbauen? Mit Ihrer Familie in Frieden leben oder sich endlich mit Ihrer Schwester aussöhnen? Je konkreter Sie werden, umso klarer entstehen die einzelnen Schritte vor Ihren Augen. Daraus lässt sich dann ein Plan entwickeln, der lockt, umgesetzt zu werden.

Der sichere Hafen Je älter wir werden, desto mehr scheuen wir das Risiko. Wir haben uns im Leben eingerichtet, fühlen uns sicher, weil wir alles genau kennen. Doch wer den Hafen nicht verlässt, kommt nie an neue Ufer. Ich erinnere mich an eine Gruppen-Flusskreuzfahrt auf der Wolga. Eine Urlaubswoche vor Abfahrt des Schiffes und eine nach Ankunft hatte ich selbst organisiert. Mit Flug, Hotel und einem Plan, was wir jeweils in Moskau und St. Petersburg anschauen und erleben wollten.

Nicht alles hat geklappt, aber wir verbrachten wunderbare, ereignisreiche Tage. Herzlich lachen mussten wir, als wir merkten, dass es bei russischen Metrostationen besser ist, sich nicht nur den ersten kyrillischen Buchstaben zu merken, sondern auch den letzten, um ans Ziel zu kommen. Die Mitreisenden auf dem Schiff staunten nicht schlecht, als sie von unseren Alleingängen erfuhren. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass man auch ohne Reisebüro und Reiseführer und ohne Sprachkenntnisse Städte erkunden kann. Je öfter wir uns etwas Neues zutrauen, desto mutiger werden wir für nächste Abenteuer.

 

Warum Sie nicht starten

Die Bremse im Kopf Die größten Blockaden, die verhindern, dass wir uns etwas trauen, sind die Gedanken in unserem Kopf. „In meinem Alter macht man das nicht mehr. “ „Was sollen die Leute sagen?“ „Das ist zu kostspielig“. „Das hat noch keiner gemacht.“ Wenn Sie so denken, sollten Sie Ihre Augen aufmachen und nach Gegenbeweisen suchen. Und die gibt es zur Genüge. So Paul, mein betagter Nachbar. Er verbrachte als 85jähriger alleine einen Urlaub in der Türkei. Und als er zurückkam, erzählte er begeistert, dass er Parasailing ausprobiert hatte. Er hatte an einem Fallschirm gehangen und sich von einem Motorboot übers Meer ziehen lassen. Sehr zum Staunen der umstehenden Touristen, die sich das nicht getraut hatten.

 

Ein anderes Beispiel ist Johanna Quaas, die an ihrem 90. Geburtstage den ersten Fallschirmsprung wagte. Oder Maike Winnemuth, die der           Meinung war, eine Reise um die Welt sei nur mit einem beachtlichen finanziellen Polster möglich. Sie gewann 500 000 Euro bei der Quizshow „Wer wird Millionär“, machte sich auf den Weg und stellte fest, dass ihr übliches Monatsbudget für die Reise ausgereicht hätte, da sie unterwegs weiter wie in ihrem Beruf Berichte und Artikel schrieb. Den Gewinn musste sie nicht einsetzen.

 

Wie Sie Schwung bekommen

Hindernisse statt Wege Im Coaching erlebe ich häufig, dass meine Klienten viele Gründe aufzählen, warum etwas nicht möglich ist. „Das geht nicht.“… „Ich kenne niemanden.“… „Das hat noch niemand gemacht.“ Wenn Sie auch so denken, blockieren Sie sich selbst. Sie beschreiben etwas als Fakt, als etwas Gegebenes, mit dem man sich abfinden muss. Sehr viel hilfreicher sind Fragen:

  • Wo finde ich Informationen?
  • Wer kann mir weiterhelfen?
  • Wer könnte jemanden kennen?
  • Wie muss ich vorgehen?

Wenn Ihnen trotzdem immer noch mehr Hindernisse als Antworten und Lösungen einfallen, dann sollten Sie sich fragen, ob Sie tatsächlich Ihre Träume verwirklichen wollen. Vielleicht geht es Ihnen auch nur darum, Luftschlösser zu bauen. Dann bleibt zu hoffen, dass Sie eines Tages nicht doch bereuen, sich nicht auf den Weg gemacht zu haben.

Warten Sie nicht zu lange In der dritten Lebensphase haben Sie nicht ewig Zeit. Setzten Sie die Pläne und schieben sie nicht auf. Denn sonst kann es passieren, dass Ihnen Ihr Gesundheitszustand und Ihre Mobilität einen Strich durch die Rechnung machen.

 

Träume zu zweit – und plötzlich fehlt der Partner

Oft möchte man als Paar gemeinsame Träume verwirklichen und hofft, im Ruhestand dafür Zeit zu haben. Und dann macht das Schicksal einen Strich durch die Rechnung: Der Partner/die Partnerin stirbt. Ist das ein Grund, Wünsche aufzugeben und Träume zu begraben? Ich denke nein. Was immer Sie gemeinsam vorhatten, lassen Sie es wahr werden. Nehmen Sie Ihren Partner in Gedanken mit und teilen Sie die neuen Erfahrungen, ob im stummen Zwiegespräch, in Briefen oder einem Tagebuch. Er/sie würde sich freuen, dass Sie den gemeinsamen Traum nicht nur träumen, sondern ernst nehmen und tatsächlich umsetzen.

Ganz gleich, welchen Traum Sie haben: Gehen Sie ihn an!

Am Ball bleiben. Bewerben in der Lebensmitte

Am Ball bleiben. Bewerben in der Lebensmitte

Bewerben in der LebensmitteWer sich in der Lebensmitte nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen muss, gerät häufig ins Zweifeln. Habe ich denn noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Wer wird jemanden in meinem Alter überhaupt noch einstellen? Auch wenn solche Überlegungen durchaus realistisch sein mögen, weil Unternehmen und Vorgesetzte häufig noch nicht erkannt haben, dass ältere KandidatInnen nicht nur Fachwissen und Erfahrung, sondern auch Kreativität und Entwicklungspotenzial mitbringen, sollten Sie nicht erlauben, dass sich solche Gedanken in Ihrem Kopf einnisten. Denn sie werden Ihre Motivation für einen Neustart dämpfen und sich letztendlich auch auf Ihre Ausstrahlung auswirken. Sie werden dann nicht in der Lage sein, selbstbewusst und überzeugend aufzutreten, sondern verzagt und bittstellerisch wirken.

Erlauben Sie sich stattdessen einen Perspektivenwechsel und halten Sie sich vor Augen, dass in vielen Branchen händeringend nach Arbeitskräften gesucht wird und die meisten Unternehmen gerade dabei sind, die eigene Haltung gegenüber KandidatInnen verschiedener Generationen zu hinterfragen. Ein Grund ist, dass die Altersbilder vergangener Tage nicht mehr viel taugen und natürlich auch, dass aufgrund des demografischen Wandels schlicht nicht mehr alle Stellen mit Mitgliedern jüngerer Jahrgänge besetzt werden können. Das kann Ihre Chance sein.

 

 

Was Sie als erfahrener Mitarbeiter zu bieten haben

Sie sind um die Mitte fünfzig und auf der Suche nach einem Neustart? Vielleicht ist die Unternehmensphilosophie Ihres Arbeitgebers nicht mehr mit Ihrer eigenen zu vereinbaren, vielleicht wurden Sie sogar entlassen? Oder Sie wünschen sich einfach einen Neuanfang? Wenn eine Selbständigkeit nicht in Frage kommt, dann heisst es die Bewerbungsmühle anzuschmeissen. Ich gebe Ihnen in diesem Beitrag gerne einige Tipps, worauf Sie bei Ihrer Bewerbung achten sollten.

Es ist Ihre Aufgabe, bei der Bewerbung herauszustreichen, was Sie in ein neues Arbeitsverhältnis mitbringen. In einem ersten Schritt sollten Sie sich Ihrer Kompetenzen, Ihrer Erfahrungen und Ihrer Stärken bewusstwerden und diese auf Papier bringen. Folgende Fragen werden Ihnen dabei helfen, das herauszufinden.

  • Was haben Sie bisher in Ihrem Arbeitsleben gelernt?
  • Was ist in den letzten Jahren neu hinzugekommen?
  • Wie offen sind Sie gegenüber neuen Entwicklungen?
  • Mit welchen Situationen können Sie besonders gut umgehen?
  • Wie gut können Sie den Kontakt zu Kollegen und Kunden herstellen?
  • Wo liegen Ihre persönlichen Stärken und Erfahrungen?
  • In welchen Bereichen könnten diese besonders gut eingebracht werden?
  • Können Sie z.B. anderen etwas beibringen, erklären?
  • Bewahren Sie die Ruhe, auch wenn es stürmisch zugeht?
  • Haben Sie gute Netzwerke geknüpft?
  • Gelingt es Ihnen, den Überblick zu gewinnen?
  • Welche Vorteile sehen Sie selbst, weil Sie eben gerade zur Gruppe 50plus zählen?
  • Wobei sind diese besonders nützlich?

Ihre Antworten können Sie als Argumente in der Bewerbung oder im Gespräch einbringen. Besonders überzeugend wird Ihre Bewerbung, wenn Sie sich an Ihrem bisherigen Arbeitsplatz flexibel und lernfähig gezeigt haben. Und nicht wie einer meiner Klienten, der 25 Jahre im gleichen Unternehmen mit den immer gleichen Aufgaben betraut war. Er hatte sich dort häuslich eingerichtet und jeder Neuerung Stand gehalten. So war es schwer, im Bewerbungsanschreiben glaubhaft zu vermitteln, dass es ihm gelingen würde, sich an einem neuen Arbeitsplatz zügig einzuarbeiten. Wieviel besser liesse sich dies anhand von wechselnden oder neu hinzugekommenen Aufgaben oder (aufsteigenden) Positionen belegen.

 

 

Ihre Bewerbung – aktuell und passgenau

Wenn Ihre letzte Bewerbung schon länger zurück liegt, sollten Sie sich damit vertraut machen, was heute so üblich ist. Je grösser das Unternehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass man die Bewerbung online erwartet und Sie dafür Formulare auf der Website ausfüllen müssen. Doch auch, wenn Sie Ihre Unterlagen per Post einreichen können, gibt es neue Gepflogenheiten, die es zu beachten gilt. Informationen dazu finden Sie in einschlägiger Literatur oder auf entsprechenden Seiten im Internet.

Jede Stellenausschreibung entspricht einem Wunschkatalog der Firma. Selten werden Sie diesem in Gänze entsprechen. Ich kann Sie aber beruhigen: Das ist auch gar nicht nötig. Wenn Sie einige der wichtigsten Erwartungen erfüllen können, sollten Sie auf jeden Fall eine Bewerbung aufsetzen. Im Anschreiben gehen Sie auf die einzelnen Punkte ein und schreiben, was Sie zu bieten haben. Besonders überzeugend wird dies, wenn Sie statt einer blossen Aufzählung oder einer Beschreibung konkret werden und Beispiele anführen, die Ihre Aussage untermauern. Suchen Sie nicht nur in der Zeitung oder im Netz nach passenden Stellen, sondern erstellen Sie auch ein Profil, das Sie in einer Initiativbewerbung nutzen können.
 
Mehr Artikel zur beruflichen Stärkung gibt es auf meinem zweiten Blog selbstbewusst-werden.info
 
 

 

 

Private Interessen – das Zünglein an der Waage

Belassen Sie es nicht bei einer Beschreibung der Fähigkeiten und Kompetenzen, die Ihnen anhand von Zeugnissen bescheinigt wurden, sondern führen Sie an, welche ausserberuflichen Interessen und Erfahrungen am angestrebten Arbeitsplatz nützlich sein könnten. Sie leiten schon lange die Jugendgruppe Ihres Vereins? Dann dürfte Ihnen der Umgang mit den Auszubildenden leichtfallen. Sie sind begeisterter Hobbybastler? Dann können Sie sicher in die Kunden des Unternehmens hineinversetzen, wenn es Do-it-yourself-Produkte herstellt. Sie sportlich aktiv? Darüber dürften sich Arbeitgeber freuen, die Sportartikel herstellen, präsentieren und verkaufen. Je mehr Sie sich mit dem Nutzen beschäftigen, den Sie in einer Firma einbringen können, desto grösser Ihre Chancen auf Anstellung.

 

 

 

Alle Vorteile auf einem Blick: «die dritte Seite»

Es ist an Ihnen, die Vorbehalte auszuräumen, die Personalverantwortliche älteren Bewerbern gegenüber haben und stattdessen positive Argumente zu liefern. Streichen Sie also heraus, was für Sie spricht. Ganz übersichtlich lässt sich das auf einer «dritten Seite» darstellen mit der Überschrift «Warum Sie einen erfahrenen Mitarbeiter einstellen sollten». Dazu zählen nicht nur die oben erwähnten Faktoren, auch folgende Überlegungen könnten auf Sie zutreffen. Erfahrene Mitarbeiter:

  • behalten den Überblick
  • ist die Arbeit wichtig, sie sind motiviert
  • haben gelernt, Stress auszuhalten
  • wissen, wie man mit Kunden, Teamkollegen, Lieferanten umgeht
  • haben gelernt, Prioritäten zu setzen
  • sind in der Lage, andere anzuleiten
  • haben Lust, Neues zu lernen und zu erfahren
  • sind es gewohnt, Probleme kreativ zu lösen

Es kann trotz guter Vorbereitung eine Zeit dauern, bis Sie einen neuen Arbeitsplatz für Ihren Neustart finden. Bleiben Sie dennoch am Ball und widmen Sie der Suche jeden Tag einen festen Zeitabschnitt. In dieser Zeit recherchieren Sie im Netz, bringen Ihre Unterlagen auf den aktuellsten Stand, pflegen Sie Ihr Netzwerk. Gerade Letzteres ist wichtig, denn so erfahren Sie frühzeitig, was sich in Unternehmen tut, wo demnächst eine Stelle frei wird und können dort auch gleichzeitig Ihre beruflichen Wünsche kommunizieren. Die anderen Stunden könnten Sie zum Beispiel dafür nutzen, sich körperlich, mental und psychisch fit zu halten, indem Sie:

  • ein Hobby pflegen, bei dem Sie die Ergebnisse Ihres Tuns in Händen halten und auf das Sie stolz sein können.
  • Weiterbildungskurse besuchen, um Ihre fachlichen und sprachlichen Kenntnisse zu vertiefen.
  • Vorträge hören, Bücher lesen und sich mit neuen Themen beschäftigen.
  • Über Alternativen zu einer festen Anstellung nachdenken, damit Sie nicht entmutigt werden, wenn sich die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz hinzieht oder keinen Erfolg zeigt. Vielleicht ist ja der parallele Aufbau einer eigenen kleinen Selbständigkeit eine Option? Oder Freiwilligenarbeit?
  • regelmässig Sport treiben.

Natürlich sind die obigen Auflistungen nicht als Pflicht zu verstehen, um bei Ihrem Neustart erfolgreich zu sein. Es handelt sich lediglich um Tipps, die sich meiner Erfahrung nach bei vielen meiner Kundinnen und Kunden bezahlt gemacht haben. Ich wünsche Ihnen das Durchhaltevermögen und die Zuversicht, einen Neustart anzugehen, der zu Ihnen passt und Ihnen Freude bereitet.

(Dieser Artikel von mir erschien auch in der Juliausgabe des Schweizer OnlineMagazins NEUSTARTER)
Raus aus dem Trott!

Raus aus dem Trott!

TrottRaus aus dem Trott. Bei vielen Menschen scheicht sich allzu viel Routine ein. Alles ist gleich. Das kann man ändern.

In jungen Jahren steht uns die Welt offen, ob Beruf, Partner, Wohnort, Familie: Wir haben die Wahl. Mit jeder Entscheidung kommt unser Leben eine ruhigere Bahn. Aber leider schleicht sich bei vielen Menschen auch allzu viel Routine ein. Es gibt kaum noch Überraschungen. Geburtstage und Weihnachten werden auf die immer gleiche Weise gefeiert, man kennt den Urlaubsort und wählt im Restaurant stets die bekannten Speisen.

In manchen Dingen ist Routine praktisch und sinnvoll, denn wer wollte schon beim Aufstehen jedes Mal überlegen müssen, in welcher Reihenfolge die Morgentoilette erfolgen soll oder welcher Weg zur Arbeit an diesem Tag sinnvoll ist? Doch irgendwann schlägt die Routine in Alltagstrott um. Wenn alles vorhersehbar ist, wird es langweilig. Das Leben hat keinen Kick mehr, Beziehungen erstarren und die Laune ist im Keller. Es würde also gut tun, mal etwas Neues auszuprobieren.

Es gibt Gründe, warum wir an alten Gewohnheiten festhalten

  • Routine gibt Sicherheit und ist bequem. Wir müssen nicht stets neu entscheiden, was wir wollen, sondern können bequem beim Altgewohnten bleiben.
  • Wir brauchen kein Risiko einzugehen und sondern kennen das Ergebnis und wissen deshalb, dass es funktioniert. Es gibt kein Scheitern und keine Angst.
  • Das Altbewährte läuft automatisch ab, wir brauchen dafür kaum Energie und Konzentration, wir müssen uns nicht anstrengen.
  • Wir wollen das Leben, wie wir es uns eingerichtet haben, nicht in Frage stellen. Wir müssten uns sonst womöglich eingestehen, dass das, was früher einmal gut und richtig war, heute nicht mehr passt und ein Loslassen angesagt wäre.
  • Wenn wir im Laufe unseres Lebens auch kleine Veränderungen nicht gewagt haben, wird es mit den Jahren immer schwieriger, weil wir das Vertrauen verloren haben, mit Neuem umgehen zu können.

Ein paar Fragen zur Selbsterkenntnis:

Wann haben Sie zum letzten Mal etwas Neues ausprobiert?
Was würden schon lange einmal tun, haben es bis jetzt aber nicht gewagt?
In welchem Lebensbereich empfinden Sie die Langeweile ganz besonders?
Was wäre, wenn Sie etwas Neues wagten?

Wir können nur gewinnen, wenn wir dem Alltagstrott entfliehen und Neues wagen

  • Wir entwickeln uns persönlich weiter, erfahren, was in uns steckt und wie wir es ausdrücken können.
  • Unser Leben, unsere Beziehungen werden wird farbiger, unterhaltsamer, voller Freude.
  • Wir können das Neue mit Altem verbinden und kommen so zu ganz anderen Ideen. Wir merken, wie unsere Kreativität wächst.
  • Wir werden selbstbewusster. Neue Entwicklungen verlieren ihren Schrecken, weil wir gelernt haben, dass wir sie meistern können.
  • Wenn wir im Kleinen beginnen und Neues ausprobieren, finden wir den Mut, auch größere Veränderungen in unserem Leben zu wagen, weil unser Selbstvertrauen steigt.

Kleine Schritte bewirken viel

Die Bereitschaft zur Veränderung können wir mit einem Muskel vergleichen. Je mehr wir ausprobieren, desto mutiger werden wir. Wenn wir den Veränderungsmuskel trainieren und sei es nur in kleinen Einheiten, wird er wachsen und zu mehr Leistung in der Lage sein. Für kleine Schritte braucht es keinen großen Mut, zumal, wenn es sich um Dinge des täglichen Lebens handelt. Wir dürfen etwas ausprobieren und danach entscheiden, ob es Spaß macht und unser Leben bereichert. Wenn nicht, war es ein Versuch. Unser Muskel wurde aber auf jeden Fall trainiert und versetzt uns so in die Lage, große Entscheidungen in unserem Leben anzugehen.

Wenn Sie nur dann etwas Neues wagen, wenn Sie sicher sein können, dass es hundertprozentig klappt, werden Sie immer in den altgewohnten Bahnen bleiben.

Zur Übung hier ein paar Ideen:

  • Probieren Sie neue Rezepte aus
  • Wählen Sie einen anderen Urlaubsort
  • Lernen Sie neue Menschen kennen
  • Kleiden Sie sich mal in einem anderen Stil
  • Ändern Sie Ihre Frisur
  • Stellen Sie die Möbel umstellen oder vertauschen Sie Räume
  • Suchen Sie einen Ort auf, an dem Sie noch nie waren
  • Besuchen Sie ein neues Lokal
  • Nehmen sie an einer Veranstaltung teil, die Sie bisher nicht beachtet haben
  • Nutzen Sie die Schnupperangebote von Vereinen, Musikschulen, Gruppen
  • Wechseln Sie mal den gewohnten Fernsehsender
  • Probieren Sie ein Hobby, eine neue Sportart ausprobieren
  • Beschäftigen Sie sich mit einem neuen Thema

Viel Spaß!

Foto Pixabay Pitsch

 

Der Ruhestand naht? Berufliches Wissen weitergeben

Der Ruhestand naht? Berufliches Wissen weitergeben

ruhestand wissen weitergebenDer Ruhestand naht? Das eigene Wissen, die Erfahrung wollte an Kollegen oder den Nachfolger weitergegeben werden.

Berthold F. hat die Altersgrenze erreicht wird, er wird zum Jahresende in den Ruhestand gehen.  Natürlich freut er sich auf diesen neuen Lebensabschnitt, doch empfindet er auch Verantwortung dem mittelständischen Unternehmen gegenüber, für das er lange Jahre tätig war. Er ist Experte auf seinem Gebiet, hat in seiner berufstätigen Zeit viel an Wissen und Erfahrung gesammelt, das er nun jüngeren Kollegen und vor allem seinem Nachfolger zur Verfügung stellen will.

Vorarbeit

Berthold F. weiß, dass selten ausreichend Zeit bleibt, einen Nachfolger einzuarbeiten. Auch gibt es noch keine speziellen firmeninternen Plattformen für solche Zwecke,  deshalb will er schriftliche Notizen anfertigen. Und natürlich alle Unterlagen ordnen und die Akten auf den neuesten Stand bringen.

Fragen

Bereits zwei Jahre vor dem Tag seiner Verabschiedung beginnt er damit zu sammeln, welche Themen für eine  Weitergabe wichtig sind:

  • Wie ist die Historie einer Kundenbeziehung?
  • Welche Kontakte bestehen zu Lieferanten?
  • Wie kam es zu einzelnen Entscheidungen?
  • Welche Informationsquellen stehen zur Verfügung?
  • Welche Vorgehensweisen haben sich bewährt?
  • Warum ist ein Projekt gescheitert?
  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen?
  • Gibt es Checklisten für sich wiederholende Abläufe oder sollten sie erstellt werden?

Im Laufe der Zeit merkt er, dass viele Dinge, die er für selbstverständlich gehalten hatte, zu seinem persönlichen Erfahrungsschatz  gehören und deshalb in die Notizen miteinfließen müssen.  Doch es ist schwer, neben der regulären Arbeit Zeit dafür zu finden.

Gespräche

Er spricht deshalb mit seinem Vorgesetzten, überzeugt ihn von der Wichtigkeit seines Vorhabens und handelt aus, die erste Zeit seines Ruhestands bezahlt noch dafür nutzen zu können. Auch ist er bereit, bei Bedarf stundenweise in die Firma zurückzukehren, um im Team jüngeren Kollegen seine Erfahrungen weiterzugeben.

Diese Absprache ist für das Unternehmen von unschätzbarem Wert. Das Know-How bleibt erhalten, sie spart darüber hinaus Kosten und Zeit, die Übergabe kann effizient erfolgen.

Für Berthold F. bedeutet sie die verdiente Wertschätzung seiner jahrelangen Arbeit im Unternehmen und vermittelt ihm gleichzeitig das befriedigende Gefühl, nach seinem Weggang ein „geordnetes Haus“ zu hinterlassen.

Ein weiterer interessanter Artikel Wer bin ich, wenn ich nicht mehr arbeite?

Lernen von zu Hause aus – Das Internet macht‘s möglich

Lernen von zu Hause aus – Das Internet macht‘s möglich

Lernen InternetLernen im Internet – ob Sie einsam wohnen oder es Ihnen gesundheitlich nicht möglich ist, spielt keine Rolle. Über das Internet kommt die Welt zu Ihnen.

Sich mit unbekannten Themen beschäftigen, Neues lernen oder altes Wissen auffrischen, das ist heute zum Glück nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden. Ob Sie auf dem Land wohnen oder auf einer Insel, ob Sie in der Stadt zu Hause sind und abends einfach nicht mehr aus dem Haus wollen oder es Ihnen gesundheitlich nicht möglich ist, das spielt keine Rolle. Über das Internet kommt die Welt zu Ihnen. Ich stelle Ihnen einige Quellen vor, die jedem – oft auch kostenlos – zur Verfügung stehen.

 

Informationen und Anleitungen in Youtube


Youtube ist eine Plattform, auf der Sie per Video zu den unterschiedlichsten Themen Informationen finden. Ob Sie etwas zu reparieren zu haben, eine Antwort auf PC-Probleme suchen, ob Sie Fotobücher anlegen wollen, Tanzschritte auffrischen oder Yoga erlernen möchten oder hören wollen, wie ein Musikstück gespielt wird – mit den richtigen Suchwörtern werden Sie immer fündig. Damit das, was Ihnen gefällt, nicht gleich wieder im Netz verschwindet, ist es bei Youtube möglich, eigene Playlists anzulegen und dort die Fundstücke abzuspeichern. So haben Sie jederzeit wieder Zugriff. Sie können auch die Kanäle anderer Nutzer abonnieren und erhalten dann eine Nachricht, wenn diese ein neues Video hochgeladen haben.

Pinterest – Inspirationen für alles und jeden


Sie suchen Ideen für die Gartengestaltung, interessieren sich für die Raumfahrt oder Architektur, für Malerei oder für Geschichte? Oder Sie schauen nach dem Muster für ein Tattoo? Auf Pinterest gibt es zu jedem Themen etwas.

Das Besondere dabei ist, dass Sie sich persönliche virtuelle Pinnwände anlegen und dort die Fundstücke, denen Ihr Interesse gilt, in Form von Bildern sammeln können. Doch nicht nur das: In der Regel sind die Fotos mit Websites verknüpft, so dass Sie hier vertiefende Informationen und Anleitungen erhalten.

Wenn Sie sich bei Pinterest anmelden wollen, gehen Sie auf die Seite https://de.pinterest.com/ und registrieren sich. Das kann mit der Emailadresse geschehen oder, falls Sie auf Facebook aktiv sind, auch mit diesem Account. Im Anschluss werden Sie gebeten, Ihren Vor- und Nachnamen und das Alter einzugeben. Ob dies Ihre echten Daten sind, interessiert niemanden. Viele wählen einen Nickname.

Wenn Sie sich angemeldet haben, heißt Pinterest Sie willkommen und bietet einige Tipps, um den persönlichen Start-Feed zusammenzustellen. Alternativ können Sie auch gleich einige der Themenvorschläge anklicken oder über die Suchzeile Seiten finden, die Sie interessieren. Und dann geht es auch schon los. Lassen Sie sich inspirieren von den Pinnwänden anderer Nutzer. Wenn Ihnen gefällt, was dort gesammelt wird, können Sie diesem Nutzer im Gesamten folgen (anklicken) oder auch nur einzelne Pinnwände abonnieren. Aber Achtung: Pinterest birgt eine Suchtgefahr. :-D

Wissen in verschiedenen Gebieten


Wer gerne Vorträge über spezielle Wissensgebiete hört, ist bei den TED-Talks am richtigen Platz. Die Abkürzung TED steht für Technology, Entertainment and Design. Unter dem Motto “TED – Ideas worth spreading” gibt die Nonprofit-Organisationen Menschen die Möglichkeit, ihre Ideen mit einem globalen Publikum zu teilen. Das geschieht auf TED- und TEDx-Konferenzen in der ganzen Welt. Das Ergebnis ist ein Archiv mit Tausenden von Videos, die inspirierende Reden enthalten. TED-Talks gibt es in vielen Sprachen, viele sind auf Englisch. Wenn Sie die Stichworte „TED Talk deutsch“ eingeben, finden Sie eine lange Liste an deutschsprachigen Vorträgen.

Reisen vorbereiten


Sie planen eine Reise und brauchen Informationen? Dann sind Reiseblogs eine gute Quelle. Privatleute und professionelle Reisebegeisterte veröffentlichen hier ihre Erfahrungen, geben Tipps zu Unterkünften und Restaurants und schreiben über ihre Reiserouten. Fotos illustrieren die Texte, man bekommt Lust, gleich zu starten. Suchen Sie nach den Stich- worten Reiseblog und Ihrem Zielland oder schauen Sie sich auf den Reiseblogsammlungen um. Vielleicht bekommen Sie dort Anregungen für eine Reise, an die Sie vorher noch gar nicht gedacht haben.

Sprachen lernen


Wer in fremde Länder reist, möchte sich mit den Einheimischen verständigen können. Auch hierbei hilft Ihnen das Internet. Es gibt zahlreiche kostenlose Angebote in den unterschiedlichsten Sprachen, die Sie im Rhythmus und zu dem Zeitpunkt nutzen können, wie es für Sie passt. Exemplarisch dazu zwei Links https://de.duolingo.com/ und http://www.goethe-verlag.com/DE/

Austausch in Foren mit Gleichgesinnten


Ich selbst habe über das Internet zahlreiche Kontakt bekommen zu Gruppen, in denen andere die gleichen Hobbys pflegen wie ich. Von ihnen kann ich lernen, erfahre hilfreiche Tipps und gebe welche weiter. Man unterstützt sich gegenseitig durch konstruktive Kritik. (Auf diesen Punkt sollten Sie besonders achten, es gibt leider auch Gruppen, in denen ein rauer und wenig wertschätzender Ton herrscht.) Oft stellen die Gruppenmoderatoren kostenlose Lernvideos zur Verfügung oder bieten ganze Kurse an.

Das sind nur ein paar Beispiele von vielen, wie Sie mit Hilfe des Internets sich weiterbilden können. Wenn Sie erst einmal mit der Suche beginnen, d.h. unterschiedliche Stichworte und Begriffe in Suchmaschinen eingeben, werden Sie staunen, was Ihnen alles geboten wird. Das Meiste ist wirklich kostenlos. Und einiges kostet nur ein paar Euro. Das ist für mich eine der größten Errungenschaften des Internets: Wissen wird geteilt, wird zum gemeinsamen Gut, auf das jeder an jedem Ort zugreifen kann.