Jahresrückblick und Vorausschau

Jahresrückblick und Vorausschau

Machen Sie zum Jahresende einen Rückblick oder fassen Sie neue Vorsätze, eine Vorausschau sozusagen? Beides ist möglich.Jahresrückblick und Vorausschau

Was muss besser werden, wo könnte ich schneller und effektiver arbeiten? Müsste ich mich nicht mehr bewegen, gesünder ernähren? Wer immer nur nach vorne schaut und neue Ziele definiert, hechelt wie der besagte Esel hinter der Karotte her. Es  ist ein Trend unserer Zeit und häufig eine unerschöpfliche Quelle für Frustration.

Wer nur nach vorne strebt, vergisst sie zu würdigen, was bereits Bestandteil seines Lebens ist und auch, wo es gelungen ist, Verbesserungen zu erreichen. Vielleicht noch nicht hundertprozentig im Sinne Ihrer Vorhaben, aber immerhin: Es hat sich etwas bewegt.

Und mehr noch:
Wir sollten dankbar sein, für das, was unser Leben ausmacht, was (noch) dazu gehört. Denn oft wird uns dieser Schatz erst bewusst, wenn er nicht mehr da ist.

Unterschiedliche Möglichkeiten, das Jahr festzuhalten

Der große Überblick

Blättern Sie Ihren Kalender durch und notieren Sie die wichtigsten Einträge auf einem extra Blatt, in einem Onlineordner: Wo waren Sie gewesen? Wen haben Sie getroffen? Gab es besondere kulturelle Veranstaltungen? Was ist neu hinzugekommen, was mussten Sie verabschieden? Eine solche Übersicht ruft Ihnen das Jahr noch einmal ins Gedächtnis, es mag überraschend sein. Wenn Sie das geschafft haben, geben Sie dem Jahr ein Motto. Wenn es ein Buch wäre oder verfilmt würde, wie würde es dann heißen? Ich bin sicher, dass Sie diese Notizen auch in späteren Jahren noch gerne lesen.

Ein Fotobuch

In den letzten Monaten hatte ich immer wieder den Eindruck, dass wir aufgrund der Pandemie weniger unterwegs waren, von den regelmäßigen Spaziergängen einmal abgesehen. Als ich die Fotos von diesem Jahr durchforstet habe, fiel mir auf, dass doch eine Menge möglich war. Ein Fotobuch ist so entstanden und damit ein sehr persönliches Weihnachtsgeschenk.

Some lines a day


Some lines a day ist ein Fünfjahresbuch. Auf jeder Seite ist Raum für einige Zeilen untereinander zum gleichen Kalendertag in fünf verschiedenen Jahren. Jede einzelne Seite steht dabei für einen Kalendertag – fünf Jahre lang. Seit Jahren notiere ich mir im Buch Some lines a day am Abend, was mir an den jeweiligen Tagen besonders wichtig war. Es bleibt nur Raum für 2 -3 Sätze oder eben Stichworte. Wie oft freue mich darüber zu lesen, was vor einem Jahr oder auch mehreren Jahren war – und manches Mal bin ich auch überrascht, wie lange etwas her ist. Der Eintrag gehört zu meinem Abendritual.

Kein Jahr wie das andere

Wer nicht nur den Rückblick wagen, sondern wem auch die Vorausschau wichtig ist, wer sein Leben neu ordnen und gestalten möchte, der ist mit diesem Buch gut bedient. Denn gerade im Umbruch, beim Eintritt in eine Lebensphase ist es hilfreich, sich die einzelnen Lebensbereiche genauer anzuschauen und sich zu fragen „Was soll bleiben? Was sollte anders werden? Auf was kann und will ich in Zukunft verzichten?“

Das Ergebnis wird ein selbstbestimmtes Leben sein, in dem viele Facetten lebendig sind: Ein Leben wie ein Blumenstrauß eben.

Das Buch ist übrigens auch eine gute Geschenkidee.

 

 

Über das Leben schreiben

Über das Leben schreiben

Sie möchten gerne über Ihr Leben schreiben? Regelmäßig festhalten, was ihr Leben ausmacht? Oder lieber in die Zukunft blicken und sich Pläne und Ziele notieren?  Oder reicht Ihnen gar eine kurze Liste, um gewappnet in den Tag zu gehen? Hier finden Sie Anregungen für die unterschiedlichen Ansätze.

Morgenseiten

Wer lernen möchte, mit einer schwierigen Situation umzugehen oder die Lösung sucht für ein Problem, findet in den Morgenseiten eine hilfreiche Unterstützung. Ich verdanke den Morgenseiten die besten Impulse für meine Arbeit und viele meiner Seminarteilnehmer und Coachingklienten wenden sie inzwischen begeistert und mit Erfolg an. Morgenseiten werden, wie der Name schon sagt, am Morgen geschrieben. Gleich nach dem Aufwachen den Stift in die Hand nehmen und eine leere Kladde, z.B. ein Spiralheft DIN A4, und los geht’s. Der Zeitpunkt ist wichtig. Denn gleich nach dem Aufwachen sind wir entspannt und haben Zugang zu unserem Inneren. Morgenseiten zapfen die Quelle unseres unbewussten Wissens und unserer Kreativität an. Damit ich in Fluss komme, halte ich erst einmal fest, was um mich herum ist: Ich höre die Vögel draußen, die Uhr ticken, spüre  noch die angenehme Morgenwärme.

Danach richte die meine Aufmerksamkeit auf den kommenden Tag: Was wird heute sein? Was will ich tun? Wie will ich anderen Menschen begegnen, wie den Tag erleben? Manches Mal stelle ich mir eine konkrete Frage, für die ich eine Antwort suche: Was wäre der beste Titel für das nächste Buch? Wie kann ich in diesem Gespräch das Problem aus der Welt schaffen?

Die Idee der Morgenseiten ist dem Buch von Julia Cameron, Der Weg des Künstlers im Beruf, entnommen.

Das Tagebuch

Mit dem Tagebuch hingegen setzt man sich meistens am Abend hin, notiert, was man erlebt hat, reflektiert und bewertet es. Dies hilft zur Bewältigung der Vergangenheit. Wir können hinterfragen, was wir aus Situationen lernen konnten und genauer betrachten, was uns noch beschäftigt. Es gibt ganz verschiedene Arten ein Tagebuch zu schreiben. Sehr gute Anregungen finden Sie im den Büchern von Christian Schärf, Schreiben Tag für Tag und von Lutz Werner, Schreiben von Tag zu Tag. Einmal darin geschmökert bekommt man Lust, das eine oder andere auszuprobieren und die eigene Lieblingsversion zu finden.

Some lines a day

Wer wenig schreiben und doch das Wesentliche eines Tages festhalten möchte, findet im Buch „Some lines da day“ eine gute Grundlage. Über einen Zeitraum von fünf Jahren lassen sich die wichtigsten Ereignisse eines Tages notieren. Das Besondere ist, dass die jeweiligen Tage untereinander stehen, d.h. ich kann sehen, was ich vor einem, zwei oder drei Jahren genau an diesem einen Tag erlebt und unternommen habe. Wie oft staune ich über die Eintragungen und darüber, dass manches schon so lange her ist oder auch erst vor kurzem passiert ist. Mein Ausgangspunkt für die Notizen in diesem Buch ist meine To-do- Liste des betreffenden Tages.

Die  To-do-Liste

Diese Liste gibt mir Struktur und hilft, dass ich mich auf das Wesentliche konzentriere. Ich notiere, was ich mir vornehme für diesen Tag und auch, wieviel Zeit ich vermutlich dafür veranschlagen muss. Dass gibt mir einen schnellen Überblick darüber, ob ich von mir zu viel erwarte und verhindert den Frust am Abend. Auf meiner Liste steht aber nicht die Pflicht, also Aufgaben, die es zu erledigen gilt oder Anrufe, die ich nicht vergesse darf. Es ist auch ein Platz für die Kür: Für den Spaziergang, das Klavierspiel, das Buch, das ich unbedingt lesen möchte. Wenn ich das nicht notiere, verliere ich diese schönen Dinge schnell aus dem Blick, weil „ja so viel“ zu tun ist.
Einen Tag ohne Todo-Liste verdaddel ich sehr schnell und frage mich am Abend: Was war? Zurück bleibt ein unzufriedenes Gefühl.

Wie halten Sie Ihre Erinnerungen und Ihre Pläne fest? Gerne lese ich das in den Kommentaren.

41 Sachen über mich – Ursula Kraemer

41 Sachen über mich – Ursula Kraemer

41 Sachen 41 Sachen über mich. Einen Coach sucht man sich nicht nur danach aus, was er gelernt hat und kann, sondern auch danach, ob man sich vorstellen kann, mit ihm zusammenzuarbeiten. Ob die Persönlichkeit passt. Hier 41 Punkte, was alles so zu mir gehört.

    1. Ich bin eine Scannerin, immer auf der Suche nach Ideen. Lass mich überall inspirieren und probe dann Neues aus.
    2. Ich liebe textile Materialien, die ich auf meinem Webstuhl zu Stoffen verarbeite. In Kisten lagern fein säuberlich nach Farben sortiert Wolle, Seide, Leinen, Baumwolle und warten auf ihren Einsatz. Auch stricke, sticke und nähe ich gerne.
    3. Farben spielen bei einem anderen Hobby eine Rolle: Ich zeichne und male.
    4. Unter allen Tieren sind mir Katzen die liebsten. Als Kind wünschte ich mir eine, bekam dann aber einen Wellensittich. In der ersten eigenen Wohnung holte ich mir aus dem Tierheim einen anhänglichen Springspaniel. Der Vermieter hatte zugesagt und eine Woche später die Zusage widerrufen. Ich wollte den Hund nicht mehr zurückgeben, hab ihn deshalb im Treppenhaus runter- und hochgetragen, damit man ihn nicht hört.
    5. Seit vielen Jahren lebt mindestens immer eine Katze in unserem Haushalt. Einmal waren es sogar fünf, denn Miou hatte in meinem Kleiderschrank vier Junge bekommen.
    6. Am liebsten bin ich am Wasser: Gut, dass ich den Bodensee zu Fuß erreichen kann.
    7. Bei Schokolade in jeder Form werde ich schwach.
    8. Mein Sammeltrieb wirkt sich auch im Garten aus. Ein Gärtner sagte einmal, er habe noch nie so viele verschiedene Pflanzen auf einem Grundstück gesehen.
    9. Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben: Ich bin im Chor, im Tanzclub und beim Klavierspielen. Auch gehe ich gerne in Konzerte, vor allem in klassische.
    10. Mein Lieblingsessen sind schwäbische Maultaschen. Die besten hat meine Oma gemacht. Schade, dass sie nicht mehr unter ins ist.
    11. Ich bin ein Stehaufmädchen. Egal was passiert, ich suche und finde eine Lösung. Deshalb heißt der Slogan meiner Firma navigo auch „Es gibt immer einen Weg“.
    12. Dreizehn Mal bin ich umgezogen, von Studentenbuden über Mietwohnungen in eigene vier Wände, von Süddeutschland nach Norddeutschland und zurück. Da, wo ich jetzt bin, am Ufer der Bodensee, bin ich glücklich und da möchte ich bleiben.
    13. Ich bringe gerne Menschen zusammen: im Nachbarschaftshock, in einer Müttergruppe, in der Vernetzung von Kolleginnen, in Coachinggruppen, im Wohnzimmerplausch…
    14. Mein beruflicher Werdegang war nicht geradlinig, sondern ein Zickzackkurs: Jobs im Krankenkaus, am Paketschalter, in einer Familie, Studium Lehramt  (Romanistik und Sport) mit Abschluss, Praktikum in der Sportredaktion einer Tageszeitung, Studium Sozialwissenschaften mit Abschluss, Forschung an der Uni, Elternpause als freifache Mutter, Trainerin in der Erwachsenenbildung, Ausbildung zum Coach, Start in die Selbständigkeit
    15. Amrum und die Provence zählen zu den Regionen, die ich schon oft besucht habe und wo ich mich wie zu Hause fühle.
    16. Gute Filme, ob im Kino oder im Fernsehen, ob Spielfilm oder Dokumentation, gehört meine Leidenschaft. Regelmäßig gehe ich zu Filmfestivals und diskutiere dort mit anderen über das Gesehene.
    17. Diese Leidenschaft hat dazu geführt, dass ich selbst ein Drehbuch geschrieben habe. „Der Fotograf“. Doch da es sehr unwahrscheinlich war, dass daraus tatsächlich ein Film wird, ist es bei diesem einen Versuch geblieben.
    18. Das Sachbuchschreiben wurde dann mein Metier.
    19. Alle meine Bücher habe ich bisher selbst veröffentlicht.
    20. Obwohl ich täglich am PC sitze, schreibe ich noch viel von Hand. Am liebsten mit dem Füller, denn er gleitet leicht übers Papier. Ich bin überzeugt davon, dass die Verbindung von Kopf und Hand andere Ergebnisse hervorbringt als wenn ich tippe.
    21. Da ich so viel schreibe, sind immer einige Kladden auf meinem Schreibtisch: Für Ideen, als Tagebuch, als Projektbuch, als Gartenbuch … Einem Angebot an schönen Kladden kann ich nicht widerstehen.
    22. Ich bin in Reutlingen geboren, doch gewohnt habe ich dort nie.
    23. Gewohnt habe ich in Waldshut, Tiengen, Tübingen, Hamburg, Friedrichshafen, Lindau, Achberg und dann wieder in Friedrichshafen.
    24. Ich habe drei wundervolle, erwachsene Kinder und fünf Enkel, genauso wundervoll.
    25. Mein Motto und Lebensziel: Ich will immer meine eigenen Brötchen verdienen. Dazu möchte ich auch alle Frauen ermuntern. Nur eigenes Geld ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben.
    26. Spinat mag ich gar nicht. Als Kind saß ich oft stundenlang vor meinem Teller und matschte den Spinat und die Kartoffeln zusammen.
    27. Ich durfte zum Schüleraustausch nach Finnland, Schweden, Ungarn und Frankreich. Tolle Zeiten.
    28. Ich liebe die französische Sprache und die französische Lebensart über alles.
    29. Ich lerne gerne und viel. In den letzten Jahren ist dazu gekommen: Indesign, Fotoshop, Videos drehen, Canva, Musik bearbeiten…
    30. Bis auf Andorra, Wales, Schottland und die baltischen Staaten habe ich alle Länder in Europa bereist.
    31. Die weitesten Reisen haben mich nach China, Russland, Amerika, Südafrika, in die Arabischen Emirate, nach Madagaskar und die Mongolei geführt.
    32. Bis auf die Fahrt auf der Wolga und die Emirate habe ich noch nie eine organisierte Reise gemacht. Ich finde es viel spannender, alles selbst herauszufinden und unterwegs auch Überraschungen erleben. So kann ich am besten Kontakt zu den Menschen dort bekommen und ihre Lebensart kennenlernen.
    33. Früher waren wir viel mit dem VW-Campingbus unterwegs. Diese Unabhängigkeit habe ich sehr genossen. Sogar mit dem Jüngsten, der damals gerade drei Monate alt war.
    34. Meine wichtigen Werte sind Freiheit und Selbständigkeit.
    35. Was ich gar nicht mag: Jammern, negativ sein, nur Probleme sehen und ewige Wiederholungen.
    36. Ich bin im Zeichen des Zwillings geboren: Kein Wunder, dass ich immer mindestens zwei Optionen sehe oder anbiete.
    37. Deshalb habe ich zwei Blogs, auf denen ich Artikel veröffentliche. www.leben50.plus.info und www.selbstbewusst-werden.info
    38. Ich bin schnell, schnell im Auffassen, im Entscheiden und im Handeln. Deshalb bin ich leider auch schnell ungeduldig.
    39. Manchmal packe ich den Picknickkorb für ein Frühstück an einem Aussichtsplatz oder für den Sonnenuntergang am Wasser.
    40. Beruflich und privat habe ich mich immer für die Gleichberechtigung von Frauen eingesetzt und bin manchmal frustriert, wie lange das alles dauert.
    41. Ruhestand gibt’s für mich nicht. Ich mache weiter mit allem, was mir Freude macht.

Mehr erfährst auf meinen beiden Websites:

Die berufliche  und meine kreative Seite

Aus kleinen Schritten werden große Projekte

Aus kleinen Schritten werden große Projekte

Aus kleinen Schritten werden große ProjekteAuch aus kleinen Schritten können große Projekte werden. Schicken Sie Ihren inneren Kritiker erst einmal in die Wüste.

Sie wollen ein Buch schreiben? Oder träumen Sie davon, als Musiker auf der Bühne zu stehen oder Ihre Bilder in einer Ausstellung zu zeigen? Warum bleibt es so oft bei solchen Träumen? Vermutlich, weil der Schritt zu groß ist. Große Schritte erfordern nicht nur Mut, wir messen unser Tun auch ständig an den möglichen Reaktionen von anderen. Das bremst aus.

 

Selbst die größten Projekte entstehen in kleinen Schritten im stillen Kämmerlein. Erlauben Sie sich kreativ zu sein, doch schicken Sie Ihren inneren Kritiker, die Selbstzweifel in die Wüste. Die Zeit, mit Ihren Ideen nach außen zu gehen, wird kommen. Doch sie sollte nicht von Anfang an das Ziel sein.

 

Ein Buch schreiben

 

Eines Tages hatte ich Lust, meinen beruflichen Weg aufzuschreiben. Welche Stationen bin ich gegangen, welche Entscheidungen habe ich getroffen, wie schaffte ich die Vereinbarkeit von Selbständigkeit, Haushalt und Sorge für die Kindern? Aber natürlich auch, wo lief etwas schief? Wo würde ich heute anders entscheiden? Die Texte schrieb ich einfach nur für mich. Ich wollte mich erinnern. Nie hatte ich die Vorstellung, irgendjemand würde sie lesen. Aber als alles auf dem Papier stand, keimte doch der Wunsch auf, es meinen Kindern zu lesen zu geben. Irgendwann zeigte ich den Text einer Freundin, die mich ermunterte, es zu veröffentlichen.

 

Viele Frauen würden sich dafür interessieren, meinte sie, die Themen, zu denen ich Seminare und Workshops hielt, seien auch heute noch aktuell. Der Schritt, das Buch nun tatsächlich „richtig“ zu veröffentlichen, erforderte nun keinen Mut mehr. Ich hatte Schritt für Schritt gemacht. Wenn ich mir aber von Anfang an vorgenommen hätte, meine berufliche Lebensgeschichte mit dem Titel Nimm dein Leben in die Hand zu veröffentlichen, hätte der innere Kritiker immer auf meiner Schulter gesessen, ich hätte hin und hier überlegt und das Projekt vielleicht sogar ganz fallengelassen.

 

Ein Hobby dehnt sich aus

 

Schon immer habe ich gerne gezeichnet und gemalt. Mal mehr, mal weniger, je nachdem, wie es meine Zeit zuließ. Einen richtigen Schub bekam dieses Hobby, nachdem ich mir einen festen Platz dafür eingerichtet hatte. Hier konnte ich sofort beginnen, denn die Malutensilien lagen griffbereit, die richtige Stimmung ließ nicht lange auf sich warten. Über ein Webinar fand ich zum Sketchen: Kleine Bilder, lustige Zeichnungen, auf das Wesentliche reduziert. Es machte unglaublich Spaß.

Ich nahm mir vor, jeden Tag eine Doppelseite im Skizzenbuch zu gestalten. Das regelmäßige Tun war die beste Entscheidung, denn so blieb ich dran und mein Können wuchs. Beim Betrachten der Bilder kam mir die Idee, meine Enkel damit zu beschenken. Es begann das gleiche Spiel wie bei meinem ersten Buch. Denn danach zeigte ich es einigen Freundinnen, die sofort ein Exemplar haben wollten. Also ließ ich Das Alphabet in Bildern drucken und heute ist es überall erhältlich. Und nicht nur das: Es gibt bereits eine zweite Variation des Alphabets.

Um im täglichen Rhythmus zu bleiben, habe ich begonnen, Tiere zu zeichnen, meinen „Zoo“ sozusagen. Noch ist es wieder nur für mich. Was daraus wird, wird sich zeigen.Ich kann mir aber vorstellen, dass meine Enkel daran Freude haben.

 

Dann kam mir noch die Idee, Tiere zu zeichnen, bei denen irgendetwas nicht stimmt. Bilder, bei denen Hasen Stoßzähne haben oder Katzen Giraffenhälse. Bilder, ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Eins habe ich bei meinem Tun gespürt: Ist die Kreativität erst einmal losgelassen, sprudeln immer wieder neue Ideen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der leichtere Weg

 

Machen Sie es anfangs nur für sich. Vertreiben Sie vorerst den Gedanken, was andere davon wohl halten würden. So bremsen Sie Ihr kreatives Schaffen nicht aus, Sie machen sich an die Umsetzung und prüfen erst, wenn Sie fertig sind, was Sie damit machen wollen. Viel Erfolg!

Lesen Sie weiter: Verschieben Sie Träume nicht

Foto 1: lindsay-henwood @unplush
Fotos 2 und 3 Blogautorin Ursula Kraemer
Wie Sie Ihren Fotos ein neues Leben schenken

Wie Sie Ihren Fotos ein neues Leben schenken

Fotos neues Leben schenkenDie meisten von uns horten eine Unmenge an Fotos in Kisten und Kästen, auf dem Handys oder der Festplatte des Computers. Oft schauen wir sie nie mehr an und das ist schade. Denn Fotos dokumentieren ein Stück Leben, an das wir uns gerne erinnern oder andere daran teilhaben möchten. Hier einige Ideen, wie ich meinen Fotos ein neues Leben geschenkt habe.  Es geht um Fotobücher, in denen ich meine besten Aufnahmen zu einem bestimmten Thema zusammenstelle.

Die ersten 18 Lebensjahre

Natürlich habe ich wie alle Eltern meine drei Kinder unendlich oft fotografiert und die Aufnahmen anfangs noch in Alben geklebt. Darin zu blättern, macht keinen Spaß mehr, denn die Klebestellen lösen sich und die Farben verblassen. Nun habe ich für jedes Kind ein eigenes Fotobuch angelegt und darin seine ersten 18 Lebensjahre festgehalten: Der Tag der Geburt, die ersten Schritte, der Schulfang, Kindergeburtstage, die für sie typische Situationen und Ereignisse …. Eine Besonderheit ist die letzte Seite des Fotobuchs: Porträtaufnahmen aus verschiedenen Jahren. Es ist spannend, sie so nebeneinander zu sehen, die Veränderung zu beobachten, auch in den Gesichtszügen.

Inzwischen erfreuen sich die Enkel an den Fotos und staunen, dass ihre Eltern mal so klein waren!

Der Kreislauf des Gartens

Jedes Jahr erfreue mich daran, was im Garten sprießt und blüht und mache immer wieder Aufnahmen davon. Man könnte denken, einmal ist doch genug, doch ein Garten ist ein sich wandelnder Kosmos. Manche Pflanzen verschwinden, manche setze ich neu und wieder andere säen sich ungefragt aus. Manche verlieren im Laufe der Jahre ihre Blühkraft, andere werden erst im Alter richtig schön. Mein Plan ist, die schönsten Bilder von Blumen, Beeren und Gräser in einem eigenen Fotobuch zu vereinen. Ob ich sie in Jahreszeiten sortiere oder einfach nur schön auf den Seiten anordne, ist noch offen. Ich bin mir sicher, mich an dieser Erinnerung zu erfreuen, sollte ich eines Tages diesen Garten nicht mehr pflegen können oder gar nicht mehr hier wohnen.

Das eine oder andere Foto ist zum Motiv einer Briefkarte geworden, sie drucken zu lassen ist heute ja kein Hexenwerk mehr.

Ihr Zuhause

Vielleicht wohnen Sie schon lange in dieser Wohnung, in diesem Haus. Vielleicht hat sich dort Ihr ganzes Familienleben abgespielt. Sie haben angebaut, umgebaut, Ihre Kinder sind dort aufgewachsen. Ich habe neulich von der Idee gelesen, die Räume der Wohnung, des Hauses zu fotografieren. Ohne vorher aufzuräumen, sondern sie so zu lassen, wie sie im Alltag aussehen. Auch das kann eine schöne Erinnerung sein, für Sie selbst, aber auch für Ihre Kinder, die eines Tages dieses Elternhaus nicht mehr haben werden.

Ganz gleich, was Sie tun: Fotos neu nutzen gibt Ihnen gleichzeitig auch die Gelegenheit, sich von Aufnahmen zu trennen, die schnell geschossen, aber künftig keine Bedeutung mehr für Sie haben. Besonders im Zeitalter der Digitalisierung sind wir schnell dabei, den Auslöser zu drücken, weil wir ja später noch auswählen können.  Was wir dann aber nie tun.

Was machen Sie mit Ihren Fotos? Haben Sie noch andere Ideen? Dann schreiben Sie es doch gerne in einem Kommentar und lassen andere daran teilhaben.

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